Shopify Test II + Fazit
Ich weiss nicht, wie sich wirklich programmiertechnisch Unbeleckte bei Shopify zurechtfinden werden, aber mit ein bisschen Trial and Error kommt man im Backend gut zurecht, vermute ich mal.
Nach dem ändern der Startseite, der man übrigens mehrere Einträge hinzufügen kann, die in blogähnlicher Struktur erscheinen - also der neueste Artikel steht oben - und vielleicht der Erzeugung eines oder mehrerer begleitender Blogs sowie der Einstellung der Produkte, die man verkaufen möchte, sollte man unbedingt die Navigation anpassen, da sonst z.B. keine Links auf Blog und Produktkatalog erscheinen.
Alles ist jedoch schnell über Menüs und/oder Dropdownfelder zusammenklickbar.
Jedem Produkt können über ein simples und schnelles Upload verschiedene Bilder beigeordnet werden, es fehlt hier aber noch die Übernahme aller Fotos auf der jeweiligen Produktseite, denn da wird nur das “Featured”-Bild angezeigt.
Eine Begrenzung der einstellbaren Produkte, die sowohl in Gruppen geordnet als auch alle mit beliebig vielen Tags versehen werden können, gibt es meines Wissens nicht, allerdings ist der verfügbare Speicherplatz auf 40 MB beschränkt.
Zahlungen über PayPal sind möglich, die Kreditkartensysteme befinden sich wohl alle noch in der Betaphase.
Um den eingerichteten Shop endgültig zu aktivieren, ist die Eingabe der eigenen Kreditkartendaten (entweder Visa oder Mastercard) notwendig, erst danach können in den Warenkorb gelegte Produkte auch wirklich gekauft werden.
Gibt man diese nicht ein, verfällt der Shop-Account nach der 14-tägigen Testphase, was einem beim einloggen auch immer brav angedroht wrid. 
Mein Fazit:
Was mir gefällt:
Shopify ermöglicht wirklich den blitzschnellen Weg zum eigenen Shop, in dem sich der Verkäufer, die Verkäuferin nur um die Kernangelegenheiten wie Produkte einstellen und Verkäufe abwickeln kümmern muss.
Da in Ruby on Rails programmiert, geht die Bedienung des Adminbereichs recht flüssig vonstatten, wer mag, kann sich auch recht komfortabel um das Äussere des Shops kümmern, da z.B. alle Template- und Stylesheet-Files direkt im Adminbereich editierbar sind.
Was mir nicht gefällt:
Ganz klar der Teil der AGB, der den Shopbetreibern ohne Vorwarnung den Shopify-Boden entziehen darf. Das ist für mich keine Grundlage, auf der ich ein Geschäft aufbauen wollte. Vielleicht ändert sich das ja noch.
Schade auch, dass Shopify wohl erstmal nicht für den europäischen Raum zur Verfügung stehen wird, denn eine Währungsauswahl kann z.B. nicht getroffen werden, denn eine Währungsauswahl kann in den Settings zwar getroffen werden, auch sind die Liefergebiete editierbar, aber als Shopbetreiber habe ich bisher nur die Möglicheit, Wohnsitze in USA oder Kanada anzugeben.
Dass alles in englisch ist, würde mich nicht so sehr stören, die Übersetzung für das Frontend ist meiner Meinung nach recht schnell selbst erledigt, ebenso wie die notwendigen email-Templates für Bestell-, Versandbestätigungen etc. auch anpassbar sind.
Alternativen:
Z.B. eCrater, das auf den ersten Blick einen sehr ähnlichen Ansatz verfolgt; im deutschsprachigen Raum scheint es solche System (noch) nicht zu geben, ansatzweise könnte man SoZeug dazu rechnen.
Wem doch etwas aus der Ecke bekannt ist, dem wäre ich für einen Kommentar dankbar.
Und den ersten zwei Besuchern, die bis hierhin brav alles gelesen und Interesse haben, biete ich hiermit an, sie für einen Blick hinter die Shopify-Kulissen als Staff Member einzuladen. Aber macht mir nix kaputt, denn sollte es in naher Zukunft möglich sein, auch mit Euronen zu bezahlen und Pakete nicht im Pfund, sondern in Kilogramm zu verschicken, dann will ich den Shop nutzen. ![]()
Geschrieben am 21.04.2006 um 23:16:26 Uhr in der Kategorie E-Business, Feed: RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben.





Vielen dank fuer den review. Den Kritik punkt mit den AGB’s sehe ich ein aber solche sachen sind durchaus normal in Nord America. AGB’s sind hier eher dafuer geschrieben um sich selber als anbieter abzusichern und eine gute basis zu schaffen fuer die ganzen law-suites die man in der kariere einer erfolgreichen applikation mit sicherheit einkassieren wird
Ich hoffe das ich die meta daten sammeln kann damit shopify gut fuer europa funktioniert in den naechsten wochen. Wie immer ist internationalisierung schwierig. Das admin interface wird vorraussichtlich in english bleiben zum beispiel.
Ich habe Interesse an einem Blick hinter die Kulissen.
Mit den terms&conditions zeigt sich, dass Web 2.0 im Geschäft nicht unterscheidet. Da könnte man Dinge einfach freundlicher schreiben.
Weißt du näheres über eCrater, das sieht ein wenig unübersichtlich aus.
@Tobi:
Das mit den AGB ist aus “überseeischer” Sicht einleuchtend, aber vielleicht wird es ja mal neben einem Shopify für Europa auch eine europäisierte Version der AGB geben?
Dass der Admin-Bereich englisch bleibt, ist mMn nicht hinderlich, das Frontend lässt sich ja mit ein paar Änderungen in den Templates sprachlich anpassen.
Einen Vorschlag hätte ich noch: ein wenigstens rudimentäres Rechtevergabesystem für Staff Members, damit diese nicht, wie jetzt noch möglich, Zugriff auf alles haben - eine/r muss der Boss bleiben können.
@Martin:
Einladung ist raus, du musst sie nur aktivieren. Damit mir der Account nicht flöten geht, bitte nichts am Account selber ändern. Bevor die Testphase abläuft, werde ich deinen Zugang wieder löschen.
Hier ein paar mehr keys fuer euch:
ab3f-1b-68-e6-919cf7, 328e-91-91-10-3a079d, eebc-d0-1b-a5-a15ed7, af15-92-af-69-8a35eb, and 5f23-7d-8c-05-59af3f Registrieren kann man sich unter https://checkout.shopify.com/services/signup Fuer AGB’s gibts 3 strategien: Lawyer speek. Dann versteht keiner was. Freundlichkeit. Wolfs im schafspeltz. Direktness. Blunt aber jeder weiss was gemeint ist. Vielleicht ist #2 besser als #3Danke für die Keys.

AGB: nee, ich persönlich bevorzuge dann doch die letztere Variante.
Ja, ebenfalls danke für die Keys. Den ersten habe ich mir schon gekrallt :-). Testshop für meinen Kunden “Miss Behavin’ Country Band” ist unter http://missbehavin.myshopify.com/ zu sehen.
Ich habe den ersten Key mal durchgestrichen, damit man weiss, dass er “besetzt” ist.
Besser als die Wordpress-Plugins, oder?
Und, wie gefällt dir dein “Tante Emma Laden”?
@Martina
Danke für den Einblick. Mit dem Shop könnte man einiges machen. Bleibt abzuwarten wieviele Artikel ein Shop haben kann, ohne unübersichtlich zu werden. Die Zuordnung eines Artikels zu mehreren “Kategorien” gefällt mir genauso wie die Möglichkeit den Shop vor der Öffentlichkeit zu schützen (praktisch beim Erstellen).
Ich habe mir mal eCrater angeschaut. Nicht so viele Freiheiten und Funktionen, aber sehr einfach bedienbar.
Martin, du kannst dir auch einen von den Keys von Tobi “nehmen” und mit einem ganz eigenen Test-Shop testen.
Zur Übersichtlichkeit: logische Warengruppen bilden.
eCrater habe ich mir noch nicht angeschaut, das ist aber auch nur für den amerikanischen Markt, wenn ich recht sehe.
Die Keys habe ich gesehen, aber ich werde erstmal darauf verzichten. Ich hab mir mal einen Shop bei eCrater eingerichtet. Wenn ich jetzt einen Shop bei Shopify einrichte, dauert das wieder ewig. Nicht weil es so umständlich ist, sondern weil ich das Design anpassen will und ich dann kein Ende finde.
Ecrater ist vornehmlich für den amerikanischen und den kanadischen Markt, aber Versandkosten kannst du für alle Länder weltweit einstellen.
@Martina,
ja, ist besser zu bedienen als die 3 Plugins für Wordpress, die ich getestet habe. Bietet auch mehr Möglichkeiten. Nur fürs eigene Template müsste ich mich jetzt wieder durch die Innereien von Shopify kämpfen ;-). Würde ich ja glatt tun, wenn die Beta zur Stable wird.
Von einem Business-Einsatz hält mich derzeit dasselbe Problem ab, das du schon unter “Was mir nicht gefällt” beschrieben hast.
Manueller Trackback
ein paar kurze Anmerkungen zu shopify und eCrater
Shopify your life
Scott Lake, Tobias Lütke und Justin Palmer firmieren unter dem Namen JadedPixel und sind angetreten, den elektronischen Handel umzukrempeln.
Mit Shopify (gerade im BETA-Stadium) bieten sie eine Online-Shop-Plattform für Jedermann an. Einfach und barr…
http://www.simplysell.biz ist vielleicht noch eine alternative.