Virtueller Server parallel zu WinXP
Wer zum Testen seiner Programme oder Webentwicklungen unterschiedliche Systeme und Konfigurationen testen will, braucht normalerweise mehrere Rechner – oder er nutzt eine virtuelle Serverumgebung. Für Windows und Linux bietet VMware neben dem Player seit kurzem auch eine kostenfreie Serverversion an. Der VMware Server ist allerdings noch in der Betaphase. Und im Vergleich zu den kostenpflichtigen Produkten muss der Anwender einige Abstriche in Kauf nehmen. Die Software läuft nur direkt auf dem Host nicht aber als Netzwerkserver. Für mich reicht das aber allemal aus.
Inzwischen habe ich einige fertig konfigurierte Anwendungen für den Player getestet. Interessant fand ich z.B.
- Browser-Appliance
Firefox 1.07 und 1.5 auf Basis von Ubuntu-Linux
Ermöglicht gefahrloses Surfen im Internet, denn beim Schließen werden alle Browserdaten (Downloads, Cookies, Spyware etc.) automatisch gelöscht und schreiben sich nicht ins Hostsystem. - Open-Xchange Server (Groupware)
mit 2 User-Konten zum Kennenlernen der Funktionen auf Debian-Basis - Mambo-CMS
Browser-Appliance ergänzt durch eine vollständige Mambo-Installation aufgesetzt auf Xampp; gibt es auf der Heft-CD der aktuellen Internet Professionell 04/2006 (Ergänzung: Die CD aus der Ipro 05/2006 enthält übrigens in ähnlicher Konfiguration Contenido als VMware-Anwendung).
Wer den VMware-Server installiert hat, braucht nicht zusätzlich den Player, denn der ist bereits integriert. Neben den fertigen Anwendungen kann man sich natürlich auch eigene virtuelle Maschinen bauen und das gewünschte System selbst installieren. Wenn man ein ISO-Image verwendet, lässt sich das übrigens direkt in die neue virtuelle Umgebung einbinden. Dann liest man die Iso-Datei nicht von CD ein wie vorgegeben, sondern gibt in der Konfiguration für die Verbindung des CD-Laufwerks den Pfad zur ISO-Datei ein. Nach dem Start der virtuellen Maschine beginnt die Installation. Live-Anwendungen wie Knoppix lassen sich so direkt starten und verwenden.
Bei mir läuft der virtuelle Server übrigens auf WinXP home als Host. Der dient als Server für ein Heimnetzwerk und hat eine feste IP mit Verbindung zum Rooter. Die virtuellen Maschinen nutzen über die Ethernetkarte und NAT dieselbe Internetverbindung wie der Host. Das lässt sich alles über die Settings im VMware-Server einstellen. Eine entsprechende Anwendung für Linux-Server ist ebenfalls verfügbar.
Geschrieben am 02.04.2006 um 20:10:35 Uhr in der Kategorie Fortgeschrittene, Tools, Feed: RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben.